Tag 148 – Es hat sich viel getan

Bin wieder da. Es hat sich viel getan in der Zwischenzeit.

Ich versuche mal zusammenzufassen:

1. Meine Frau ist noch sauerererer geworden als ohnehin schon.

2. Tickets haben wir jetzt mehr als wir brauchen. Sogar für Spiele, wo wir gar nicht sind.

3. Mein Antrag auf Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung ist abgelehnt worden. Schöner Mist. Und dabei wussten die nicht einmal, dass es nach Brasilien geht. Es muss also an meinem Gesundheitszustand gelegen haben. Au weia und sapperlot! Das muss ich meiner Frau noch irgendwann beichten.

4. Impfen macht schummrig.

5. Es gibt Unruhen und Krawalle in Brasilien. Mein Schwager, der vor Jahren dorthin ausgewandert war (nach Belo Horizonte) und eine Brasilianerin geheiratet hat, meinte, es gäbe keine schlechtere Zeit nach Brasilien zu reisen als zur WM. Na toll, jetzt kommt er damit. Diebstahl und Raub seien dort an der Tagesordnung, gerade während der Fußball-Weltmeisterschaft.

Auch das noch, denke ich mir. Erst waren es nur Morde, jetzt auch noch Überfälle und Klauerei.

Mein Schwager gibt uns als Tipp noch mit, dass wir uns um Himmels willen so kleiden sollten wie die Menschen in Brasilien. Um ja nicht aufzufallen. Möglichst unauffällig anziehen. Wenn man als Touri auffallen würde, würde man ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

Ich habe dazu in monatelangen Überlegungen allerdings eine Antithese entwickelt. Die kennt bis jetzt noch niemand. Die hat auch noch keinen Niederschlag irgendwo gefunden. Weder in den Tagesmedien noch in der Fachpresse und schon gar nicht in den einschlägigen diversen Sicherheitshinweisen. Nirgendwo. Meine Antithese  möchte ich hier in diesem Blog jedenfalls im Einzelnen noch detailliert in aller Breite ausführlich und genau vorstellen. Vielleicht hilft sie ja, den Aufenthalt in Brasilien für alle Fußballfans sicherer zu gestalten. Später mehr.

6. Brasilianisch lernen macht keinen Spaß. Die verschlucken einfach alle Silben. Und noch schlimmer: Hört mal ein Wort zB. auf „-il“ auf, dann spricht man das nicht aus wie „-il“, sondern wie „-iu“. Das soll mal einer verstehen. Ein Beispiel: „Brasil“ wird nicht „Brasil“ ausgesprochen, sondern – und jetzt haltet Euch echt mal fest – wie „Brasiu“ mit ganz kurzem „i“ und langem „u“. Brasiuu. Und es gibt noch mehr Fallstricke.

Aber dazu berichte ich im Einzelnen ab jetzt wieder täglich.

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