Tag 159 – Verfeinerung einer Gewerkschaftsidee

Die Gewerkschaften haben immer so tolle Einfälle, die haben mich jetzt auf eine Idee gebracht. Einige Gewerkschaften haben die Arbeitgeber aufgefordert, ihre Arbeitszeiten an die besonderen Anfangszeiten der WM-Spiele anzupassen, da einige Spiele erst nach 22 Uhr beginnen. Das betrifft vor allem viele Schichtarbeiter, die morgens saufrüh raus müssen.

Viel schlimmer aber trifft es … na wen wohl … na uns. Wir haben sage und schreibe 5 Stunden Zeitunterschied, wenn wir in Brasilien sind – in zwei Spielorten (Manaus und Cuiaba) sogar 6 Stunden. Ich habe ganz schön Bammel vor diesem ominösen Zeitunterschied. Mir wurde gesagt, da könne man gar nicht richtig schlafen und wäre total aus seinem Rhythmus.

Am besten, ich könnte mich schon 1 Monat vor unserem Brasilien-Aufenthalt richtig auf den Zeitunterschied vorbereiten. Ich meine mit richtigem, echtem Üben. Wie das so sein wird, wenn unsereins wie sonst auch immer um 22 Uhr ins Bett will, es in Wirklichkeit aber erst 17 Uhr ist. Meine Frau kennt das bei mir nur von Fasching, da bin ich um 17 Uhr auch immer schon richtig müde.

Aber in Brasilien? Nee, geht nicht. Umgerechnet müsste ich um 3 Uhr nachts ins Bett, hier in Deutschland, um mich an den Zeitunterschied zu gewöhnen. Dann wären wir absolut top-fit für Brasilien. Aber nicht morgens, solange wir hier noch auf die Arbeit müssen. Mir wäre am liebsten, ich könnte morgens um … sagen wir mal … um 13 Uhr anfangen zu arbeiten. Das wäre umgerechnet in Brasilien dann 8 Uhr. Genau meine Zeit. Würde dann komplett durcharbeiten bis 21.30 Uhr. Und könnte mir dadurch gleichzeitig noch jede Menge Ärger vom Hals halten. Denn ab 17 Uhr läuft bei uns eh nicht mehr viel, dann ist der Hase über die Höhe, alle Spatzen gefangen, die Messe gelesen und der Drops gelutscht.

Ich werde morgen mal mit meinem Betriebsrat reden.

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