Tag 163 – Das etwas andere Sicherheitskonzept

So nach und nach sammeln sich einige Fan-Artikel bei uns an. Wir wollen ja schließlich nicht unerkannt bleiben in Brasilien.

Am „Tag 148“ hatte ich bereits angedeutet, dass ich eine Antithese vertrete zu den ganzen Sicherheitshinweisen, die im Netz so kursieren. Meistens heißt es: „Auf gar keinen Fall auffallen!“ — „So kleiden wie die Einheimischen!“ — und so weiter.

Das geht natürlich gar nicht. Da fehlen als gut gemeinte Ratschläge nur noch:

– „Ihr müsst so reden wie die Einheimischen!“ (Klar doch!) oder

– „Holt Euch nicht mehr mit wie nur ein Handtuch! Dann könnt Ihr auch nix geklaut bekommen. Und selbst das Handtuch ist nach dem Schwimmen weg!“

Hallo!??? Geht’s noch? Es ist Winter, wenn wir dort sind. WINTER!!!

Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht.

Wir machen das anders.

Da wir ohnehin auffallen (können kein Wort Brasilianisch außer „Oi“ = „Hallo“, was uns bei einem Überfall aber nicht zwingend weiterhelfen wird) und wir wahrscheinlich immer mit irgendeiner aufgefalteten DIN-A-3-Landkarte vor uns herlaufen, gilt für uns das Prinzip:

Voll aufmotzen statt als Mauerblümchen rumlaufen. Und wenn ich sage „voll“, dann meine ich das auch so. Von Kopf bis Fuß und wieder zurück von Fuß bis Kopf muss man von hunderten von Metern erkennen, dass wir Fans aus Deutschland sind. Voll aufgerödelt daherkommen, das ist unsere Devise. Die potentiellen Räuber denken dann bestimmt, es handelt sich um eine Falle. Und sehen von einem Überfall ab. 

Ja, ja, so werden wir die Überfälle zu umgehen versuchen. Sollte an einem Tag jedoch wider Erwarten mal kein Eintrag hier im Blog zu finden sein, dann … ist unsere Taktik wahrscheinlich eben mal nicht aufgegangen. Kann auch passieren. Wird schon gut gehen. Habe schließlich an dem Sicherheitskonzept lange gefeilt.

Und um sicher zu gehen, dass man auch von Sicherheitskräften nicht attackiert wird, halten wir immer ein paar Real bereit. So umgerechnet für 20 €. Man darf aber nicht zuerst bestechen. Sonst könnten sich die Polizisten beleidigt fühlen. Nein, man muss warten, bis man aufgefordert wird zu bestechen. Erst dann darf man etwas Kleingeld zustecken. Habe ich mal irgendwo gelesen.

Bin jetzt vom Thema ganz abgekommen. Wo waren wir stehen geblieben? Mann. Man könnte meinen, meine Frau sei in der Nähe, so durcheinander bin ich jetzt bei dem ganzen Sicherheitsgedusel.

Ach ja, Fanartikel. Hier mal eine unseren Mützen. Freuen uns schon sehr darauf, sie zu tragen. Ist etwas Besonderes, finde ich. Mal was neues auf dem Fan-Markt. Kurz ein „Nick ins Genick“, und schon sieht man, aus welchem Land wir kommen.

Hier ein Foto (natürlich von unserem Lieblings-Fan-Artikel-Verkäufer, dem „Racheshop“ – Link siehe rechte Seite oben – „Die coolsten WM-Fanartikel!“):

Fan-Mütze

 Fan-Mütze-2

So ungefähr stelle ich mir übrigens unsere Bianca S. vor, über die wir vorgestern berichteten – warum meldet sie sich nur nicht bei uns …?

 

Dieser Beitrag wurde unter Der Fan aus Deutschland trägt ..., Lauernde Gefahren veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.