Tag 178 – „Pecunia doch olet“

Der Michel hatte jetzt eine prima Idee:

Er macht sich etwas Sorgen um die Sicherheitslage in unseren WM-Spielorten und um die vielen Überfälle und so. Er meinte, wir könnten das Bargeld, das wir nach Brasilien mitnehmen müssen, doch in die Schuhe stopfen. Notfalls sogar in die Strümpfe. Da wäre unsere Reisekasse  gut aufgehoben.

Ich sehe uns jetzt schon in meinem geistigen Auge vor mir, wie wir an der Copacabana rumschlawenzeln und jedes Mal, wenn wir an den Ständen etwas schlumpsen wollen, zieht einer nach dem anderen von uns seine Schuhe aus und anschließend seine Socken, um zu bezahlen. Au Mann. Das hätte zwar was, da auch andere Gäste an der Copacabana „blank“ ziehen, aber bei denen sieht das irgendwie besser aus. Sicher ist das Rezept von Michel zudem auch nicht. Irgendwann würden wir bestimmt bei den Räubern Aufsehen erregen. Die würden uns dann beim Heimgehen irgendwo auflauern und rufen: „Sapatos decolar! Não se esqueça as meias! („Schuhe ausziehen! Und die Stümpfe nicht vergessen!“).

Michel meint, das solle ich aber auf gar keinen Fall hier im Blog schreiben. Das wäre ja eine Anleitung, um uns sicher überfallen zu können. Dann würden die Verbrecher das alles lesen und wir wären als Opfer gleich an unserem wackeligen Gang erkennbar. Wegen der vielen Münzen in den Schuhen und so.

Wobei die Räuber noch gar nicht wissen, … wie die Füße von Michel … sagen wir mal … so anders riechen. Das sind keine normalen Füße bei ihm, nein nein. Deswegen fühlt er sich ja so sicher, wenn er das Bargeld in seine Strümpfe stopft. Das ist schon die Extremstufe bei ihm. Und dann heißt es immer „pecunia non olet!“ („Geld stinkt nicht“).

Vonwegen! kann ich da nur sagen. Am Ende bleibt jedenfalls:

„Pecunia doch olet!“

 

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