Tag 180 – And the winner is …

So, gestern Abend wurde der Sieger bestimmt, der Sieger für den Namen unseres Maskottchens (siehe Tag 153).

Nach dem „Fuleco“ als Name für das offizielle WM-Maskottchen ja nicht so sonderlich gut einschlug, … Zitat aus www.stern.de:

Eigentlich haben es die Brasilianer mit ihrem Maskottchen für die bevorstehende Fußball-WM recht gut getroffen: Ein Kugelgürteltier, das sich, wenn Gefahr in Verzug ist, so in seinem Panzer zusammenrollt, dass es aussieht wie ein Ball – ein Fußball. Eine hervorragende Eigenschaft als Glücksbringer für das Event, muss sich der Biologe Rodrigo Castro gedacht haben. 2012 reichte er den Vorschlag mit Erfolg bei der Fifa ein und weil er ein Freund des Umweltschutzes ist, schuf er auch einen neuen Namen für das „Tatu Bola“ – „Fuleco“, eine Mischung aus „futebol“ (Fußball) und „ecologia“ (Ökologie). Dumm nur: Das Wort hat bereits eine – eher unfeine – Bedeutung.

„Anus“ und „Arsch“ ist die umgangsprachliche Bedeutung von „Fuleco“, wie etwa im Slang-Wörterbuch „Urban Dictionary“ vermerkt ist. Kein Wunder also, dass bei den Einheimischen die Freude über ihr Maskottchen getrübt ist – wer will seinen Kindern schon ein Plüschtier mit dem Namen eines Schimpfworts schenken.

… hört sich unserer ganz hervorragend an, wie ich finde. Gewonnen hat ausgerechnet der Arbeitskollege, der seinerzeit so jämmerlich von der Brasilien-Tour abgesprungen war. Wahrscheinlich wollte er jetzt wieder gut Wetter machen und hat seinen ganzen Hirnschmalz monatelang in Überlegungen zum Namen eingesetzt. Er scheint auf der Arbeit nicht ausgelastet. Vermutlich verkriecht er sich den lieben langen Tag in seinem Büro.

Nun gut. Der Name kann sich jedenfalls sehen und hören lassen. Hoffe, er hat nicht irgendwelche Nebenbedeutungen, die in den verschiedenen Dialektfallen im Saarland naturgemäß nicht vollkommen ausgeschlossen sind und quasi überall lauern. Könnte mir vorstellen, dass er in Schatterdriesch (ausgesprochen :“Schatterdriesch“; den Ort gibt’s wirklich, liegt nicht in Frankreich, sondern in der Gemeinde Schmelz) so etwas bedeutet wie … … wie „Gewwelbronzer“ oder so.

Gewwelbronzer“ wiederum bedeutet auf hoch-saarländisch in etwa: „Giebelbenässer“; auf saar-lor-luxisch in etwa: „Bepieseler der Wetterseite eines Hauses“ und auf hochdeutsch in etwa: „Der, der der Tochter des Hausherrn den Hof macht, aber aufpassen muss, dass ihn dieser nicht erschlägt„) oder so.

Wir Saarländer reden eben nicht um den heißen Brei wie im übrigen Bundesgebiet, sondern bringen die Themen auf den Punkt. Direkt Butter bei die Fische.

Ganz vom Thema abgekommen jetzt. Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, der Name unseres Maskottchens. Der jedenfalls verbindet deutschen Teamgeist in Anlehnung an englische Wurzeln („Brothers“) mit dem Ziel unserer Reise (BRAsilien) und uneingeschränkter Heimatverbundenheit (Saarland). So, und was kommt jetzt heraus, wenn man diese einzelnen Elemente zu einem Wort zusammenfügt?

Ganz klar:

Die 4 BRAsaars!

 Brasilien Fußball WM Maskottchen Saarland

So einfach ist die Welt. Werde diese Wortschöpfung dann mal – natürlich nicht im Namen meines Ex-Kollegen, sondern im eigenen Namen, denn mit dem Gewinn des ersten Preises gehen sämtliche Rechte an der Verwertung der Wortschöpfung an die 4 BRAsaars über, wie das bei Castingshows eben so üblich ist – an die Jury der „Gesellschaft für Deutsche Sprache“ weiterleiten.

So, und jetzt muss ich meinen Ex-Kollegen informieren, dass er gewonnen hat: Ein  Aufenthalt in der Diskonto-Schenke in Saarbrücken. Da wird er Augen machen (wenn er kann).

Herzlichen Glückwunsch, Feilinho!

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