Tag 183 – „Zu Hause aus den Füßen“

Gut, dass ich wieder mal verreise. Habe heute alle möglichen Koffer auf dem Speicher gesucht – und bin fündig geworden. Nicht nur drei Koffer entdeckt, sondern teils sogar noch mit Inhalt. Habe längst vermisste Hosen und T-Shirts gesucht, die ich zum Teil schon wieder „nach“gekauft hatte.

Meine Frau kann das Thema Brasilien schon nicht mehr hören. Sie sagt mir, sie wünschte sich, ich wäre schon gestern gemeinsam mit unseren Jungs dorthin aufgebrochen. Dann wäre ich wenigstens „dehemm aus da Fieß“. Das hätte ich mir natürlich auch gewünscht. Unsere Jungs hätten da aber sicher gestaunt, wenn die 4 BRAsaars plötzlich auch im Flugzeug gesessen hätten.

„Dehemm aus da Fieß“ (= “ Zu Hause aus den Füßen“) – das ist auch etwas typisch Saarländisches. Bedeutet etwa so viel wie „Gut, dass ich mal alleine zu Hause etwas erledigen kann, ohne dass ich gestört werde“ (= aus Sicht desjenigen, der zu Hause bleibt). Und „Gut, dass ich mal allein mit Kumpels auf Tour gehen kann“ (aus Sicht des anderen). Bei uns ist es meistens so, dass ich „der andere“ bin. Das ist auch besser so.

Meine Frau meint sogar manchmal, ich solle erst gar nicht versuchen, ihr zu helfen. Würde bei all meinen gut gemeinten Bemühungen im Endeffekt doch mehr schief gehen als ich hinkriegen würde. Einmal hat sie aber ganz verdutzt geguckt, als ich ihr erwidert habe:

„Wenn ich Dir helfe, indem ich Dir nicht helfe, dann tue ich auch das.“

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