Tag 198 – Noch nicht entniert

Eins kann man jetzt schon sagen: Entgegen den Befürchtungen (fast) alles perfekt organisiert. Die Brasilianer sind freundliche und aufgeschlossene Leute. Auffallend ist die enorme Polizeipräsenz am Tag und in der Nacht an allen möglichen Stellen. Es gab bislang nur eine einzige brenzlige Situation für uns: Am helllichten Tag kam ein offensichtlich durchgeknallter junger Mann wild schreiend auf uns zugerannt. Passiert in Deutschland aber ja auch schon mal. Wir haben ihn dann einfach an die Gruppe hinter uns verwiesen. Damit war er dann zufrieden.

Michel hatte schon befürchtet, dass wir jetzt entniert werden würden. Noch mal gut gegangen.

Hab ganz vergessen, auch bei der Einreise gab es eine brenzlige Situation. Beim Ausfüllen irgendeines Formulars hat Hermann bei „Ziel bzw. Zweck der Reise“ um ein Haar statt „Holiday“ „Holigan“ ausgefüllt. Michel fällt es aber zum Glück rechtzeitig auf.

Fortaleza war jedenfalls cool. Und heiß. Auch das Wasser in der Dusche kennt nur eine einzige Temperatur. Kein Hebel zum Kalt- oder Warmdrehen. Nicht schlimm. Man gewöhnt sich dran. Konnte hier endlich auch ein lang gehegtes Experiment angehen: Südlich des Äquators läuft das Wasser tatsächlich entgegen des Uhrzeigersinns in den Abfluss. Auf der Nordhalbkugel läuft das andersrum.

Meist gespielter Titel in den Bars und Kneipen: Atemlos von Helene Fischer.

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