Tag 28 – Schwarzer Tag in Fortaleza vom 3. Januar 2012

Ich google selbst bei Wikipedia nach „Fortaleza“. Au Mann. Michel hat nur die halbe Wahrheit gesagt. Er hat den schwarzen Tag vom 3. Januar 2012 vergessen oder vielleicht – wer weiß – extra nicht erwähnt. Ich muss lesen:

Bisheriger Höhepunkt der Sicherheitslage war der 3. Januar 2012: Aufgrund eines Streiks der Sicherheitsorgane (Polizei, Feuerwehr, etc.), der sich an diesem Tag zuspitzte, waren fast keinerlei Ordnungsorgane mehr auf den Straßen präsent. Schon Tage vorher waren Nationalgarde und andere Kräfte aus Nachbarbundesstaaten angefordert worden, die jedoch personell gar nicht in der Lage waren, die Sicherheit in der Stadt zu gewährleisten. Die Folge war, dass sich ganze Horden von teilweise schwer bewaffneten Räubern aus den Elendsvierteln in die besseren Lagen der Stadt begaben, teilweise Straßen verbarrikadierten und alles überfielen was nur irgendwie greifbar war. Das öffentliche Leben kam dadurch an diesem Tag komplett zum Erliegen. Alle Geschäfte, Tankstellen, Supermärkte und Restaurants schlossen binnen weniger Stunden. Die Straßen waren wie leer gefegt und selbst an der Strandpromenade Beira Mar, wo üblicherweise tausende Menschen flanieren, war keine Seele mehr unterwegs. Der Streik endete am nächsten Tag.“

Au Mann. Wenn das nochmal vorkommt. Und: Meine Frau darf das niemals erfahren. „Niemals, hörst Du!“ sage ich zu Michael, als ich ihn deswegen anrufe.

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