Tag 208 – Norbert und Herrmann verhindern Super-Gau für ARD und ZDF!

Ich erzähle jetzt besser nicht, was passiert ist. Es ist 23:14 Uhr, in Deutschland müsste es 4:14 Uhr sein. Die Copacabana ist wirklich großartig! Aber was ist mit den Jungs? Alle platt! Nicht zu fassen. Gut, schreibe ich eben im Blog weiter.

Zunächst vielleicht einfach einmal ein paar Eindrücke:

Die Holländer schaffen es einfach überall hin, um zu campen:

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Klar, dass es an der Copacabana von süßen Mäuschen nur so wimmelt, das haben wir direkt am ersten Abend schon erfahren dürfen:

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Eine tolle Geschäftsidee werden wir auch mitnehmen nach Hause: Man muss versuchen, mit einem Ball – mit einem Durchmesser von 30 cm – zwei Dosen, die 40 cm auseinander stehen, mit einem einzigen Schuss gleichzeitig in ein Tor zu befördern. Bei zwei Real Einsatz würde man im Falle des Obsiegens acht Real zurückbekommen. Erfolgschance: 0 %. Gewinn für den Veranstalter: 100 Prozent. Investitionskosten für den Veranstalter: 1,50 €. Wir BRAsaars habens zehn mal probiert – und haben es nicht geschafft. Das will schon was heißen.

Eine Schlangenbeschwörerin haben wir auch getroffen:

Da die Videos zum Hochladen scheinbar zu groß sind, können sie leider nur über die Facebook-Seite abgerufen werden.

Norberto ist tatsächlich an der Copa (Video bei Facebook). Die 4 BRAsaars auch (obwohl sie eher aussehen wie die Daltons): image

Grüße in die Heimat – die kennen uns ja nicht anders …

Ansonsten haben sich weitere unglaubliche Dinge zugetragen. Wir waren schön essen in einem Restaurant an der Copacabana. All you can eat. Mit viel Fleisch natürlich. Zahnstocher inclusive. Plötzlich war das Bier leer. Gut, es waren 2-3 Stunden vergangen. Aber trotzdem. Es darf einfach nicht vorkommen, dass in Rio de Janeiro eine Biersorte, die in Rio de Janeiro hergestellt wird, in einem Restaurant während eines normalen Vorgangs ausgeht. Das wäre in etwa so, als wenn der Karlsberg-Weber zugeben müsste, nicht mehr genug Ur-Pils in Homburg zu haben. Nee nee, würde bei uns nie vorkommen. Aber Rio hat den Namen. Das ist irgendwie nicht gerecht.

So, und dann der Skandal überhaupt! Michel und ich hatten die Zentrale von Oliver Kahn und Mehmet Scholl entdeckt. Direkt an der Copacabana. Nicht sehr gut versteckt. Wir haben dann beschlossen, mal hinzugehen. Sind gut vorbeigekommen an der ersten Schleuse. Auch die zweite gar kein Problem. So ein Zauberhut macht einfach was daher! Standen dann schon im Aufzug, um hoch zu den Studios zu fahren. Hatten auch einen netten Mann kennen gelernt, der den Fahrstuhl bediente. Er war sehr freundlich, und fragte, zu welchem Sender wird denn wollten. Und was passierte dann? Kaum hatten wir die Worte ARD und ZDF ausgesprochen, kamen Alberto und Hermann um die Ecke. Wollten wissen, was wir so tun. Das hat dann auch die Security stutzig gemacht. Und das war’s dann. Plötzlich wurden wir gebeten, unsere Ausweise vorzuzeigen. Das taten wir dann auch. Aber mit der Chipkarte des Hotels kamen wir dann leider doch nicht mehr weiter. Mussten wieder den Rückzug antreten. Will nicht wissen, wie es weiter gegangen wäre, wenn wir erst mal in den Hallen von ARD und ZDF gewesen wären. Wir können festhalten, dass Alberto und Hermann einen Supergau von ARD und ZDF verhindert haben. Herzlichen Glückwunsch! Hoffentlich wissen die das auch zu schätzen.

Enttäuscht sind wir vom offiziellen FIFA Fan Shop, der „viel Pohei“ macht. Ganz nebenbei:Wie schreibt man eigentlich „Pohei“? Mein guter Freund und Arbeitskollege, den ich in solchen Angelegenheiten immer frage, ist leider gerade nicht greifbar. Er führt gerade mit Kolleginnen und Kollegen das Tippspiel unseres Betriebes durch. Viele Grüße, Michael! Auch an die Kolleginnen und Kollegen!

Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, „Pohei“. Jedenfalls wollte ich im FIFA Fan Shop ein Pups-Kissen bestellen. Hatte mir in mühevoller Kleinarbeit das brasilianische Wort dafür beibringen lassen. Sowas hatten die aber nicht. Sehr schade. Ich glaub‘, der Blatter kann mich mal.

Was war sonst noch? Ach ja, das Übliche. Interviewanfragen. Mitten auf der Straße. Da habe ich einfach mal den Merte gemacht. Haben mich gefragt, ob ich Englisch spreche. Habe dann gesagt, dass ich Interviews nur auf Portugiesisch gebe. Die waren erstmal sehr überrascht. Letztlich weiß ich aber nicht, ob das Interview erfolgreich war. Eines ist aber sicher: Die Moderatorin hatte sehr viel Spaß und musste das Interview unter herzhaftem Lachen vorzeitig abbrechen. War mir aber egal. Wenn die mit so blöden Fragen kommt, dann schlagen wir die mit ihren eigenen Waffen!

Es ist schon toll hier in Rio, wenn man das nach 10 Stunden Aufenthalt sagen kann: Copacabana – mehr braucht man nicht zum Leben.

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